Teil eines Werkes 
1. Theil (1847)
Entstehung
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Merkwürdig? Wodurch denn? fragte der Reiſende, ein Sachſe, ſeiner Mundart nach.

Je nun, es iſt ſo was Geheimes um den Mann, ſo was Apartes man weiß eben nicht!

Was weiß man nicht? fiel der Mann in der walder vorf'ſchen Livree ein. Ich weiß es genau, fremder Herr. Der Pater Garzweiler iſt faſt täglich bei meinem gnädigen Herrn, und ich habe ihn erzählen hören, wie er als jun⸗ ger Prieſter hier in dieſem Bau gewohnt hat. Das iſt nämlich das ehemalige Jeſuiten-Colleg, müſſen Sie wiſſen, und jetzt iſt es ein Arbeitshaus, dem ein Proteſtant vor

ſteht, ein Herr Rulffs. Als aber ich denke es werden an die 18 Jahre ſein, die Herren Jeſuiten aufgehoben wurden, auch ein recht ſchlechter Streich! da war der

junge Pater Garzweiler lange Jahre fort, in Rom und wo all; bis er vor neun Jahren im Gefolge des heiligen Vaters nach Wien kam, wiſſen Sie, zum Beſuche des Kaiſers Joſeph? Später fand ſich Garzweiler hier in Mainz ein, als Auguſtinermönch, that ſich als Prediger herdor, ward unſeres Kurfürſten Beichtvater und Gewiſſens⸗ rath vieler angeſehener Familien. Ein grundgelehrter und welterfahrner Mann, ſage ich Ihnen! Mein Herr Graf von Waldendorf hat Reſpekt vor ihm, und das will was ſagen!

Der Beſprochene war inzwiſchen bis in die Gaſſe der welſchen Nonnen gekommen, und hatte ſich vom Baron. das Vorgefallene erzählen laſſen.

Aber, wie kamen Sie denn nur in das Haus, in dies gemeine Handgemenge, Sie, Herr Baron? fragte er mit leiſem Spotte.

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