Prieſter hörte vor ſich hinblickend zu, achtete nicht der ent⸗ blößten Häupter um ihn her, und ſagte endlich laut ge⸗ nug, wiewol an Niemand beſonders gerichtet:
So, ſo! Ich dachte, man wolle an die lutheriſchen Profeſſoren. Ihr wißt ja, lieben Mainzer, daß man euch da die ſchöne Jeſuitenkirche annoch nehmen will. Ja wohl, ja wohl! Die Bibliothek ſoll hinein. Der Hofrath Forſter hat den ſaubern Vorſchlag gemacht, der Heide! Was weiß der von den fundirten Meſſen und Bruderſchaften dieſer herrlichen Kirche? Ja, ja! Man hat euch noch nicht Kirchen genug genommen, wie's ſcheint!
Ein heftiges Murren entſtand. Was? rief es hier und da,— iſt das der Dank gute mainzer Brot, das dieſe Ketzer hier genießen?
Indem hörte man aus dem Hofe des Gebäudes ein Krachen, wie eines zuſammenbrechenden Holzſtoßes. We⸗ nig Augenblicke ſpäter kam jener vornehme junge Mann wieder aus dem Hauſe, flüchtig vor einigen Handwerks⸗ geſellen, die ihn verfolgten. Wie er ſich um das linke dünne Säulchen der Hausthüre ſchwang, und, der Schuſter⸗ gaſſe zugewendet, die Menge zu durchbrechen ſuchte, hielt ihn der Geiſtliche mit dem Zuruf an: Baron Franz Karl? Aber, um des Himmels willen, Herr von Wa run, wie kommen Sie unter dieſen Unfug? Wie ſind zu⸗ gerichtet?
Dabei faßte er den jungen Mann mit der linken Hand am Arme, indem er mit gehobener Rechten die Verfolger gebieteriſch zurückwies.
Der junge Baron ſtreifte mit einem ſtolzen Blicke die umher ſtehenden Bürger. Statt zu antworten, ſtrich er
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