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Und wie es vom Thurme zwoͤlfe ſchlägt, Kommt Wallhaid langſam gegangen, Ein blutiger Schleier, vom Winde bewegt, Pält die Geiſtergeſtalt umfangen. Da ſprengt er hervor Und hebt ſie empor, Und jagt mit der zitternden Beute In's Weite.
Und reitet lange,— und Liebchen ſchweigt, Er wivat die Braut auf dem Kniee: „Fein's Liebchen, wie biſt Du ſo federleicht, „Machſt dem Reiter nicht Arbeit und 3 Muhe.“—
„„Mein Gewand itt ſo fein „„Das mag's wohl ſeyn,
„„Mein Gewand iſt wie Nebel ſo duftig „„„Und luftig!““
Und den Ritter umfaßt die zarte Geſtalt Da ſchauert ihm Froſt durch die Glieder; „Fein's Liebchen, wie biſt Du ſo eiſig, ſo kalt, „Erwaͤrmt Dich die Liebe nicht wieder?“
„„In Deinem Arm „„Da iſt's wohl warm⸗
„„Doch mein Bette war kalt, Gefaͤhrte, „„„Wie Erde!“
Und ſie reiten weiter durch Flur und Wald, 3 Bleich flimmert der Sterne Schimmer; „Und biſt auch von außen ſo froſtig und kalt, „Dein Herzchen gluht doch noch immer?“ „„Lieb Rudolph! biſt mein, „Lieb Rudolph! bin dein, „„Nicht Himmel und Holle ſcheide „„„Uns Beide!““


