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Körners Gedichte
Entstehung
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„Drum harr'an der Pforte! s zwoͤlfe lägt, „Kommt Wallhaide langſam gegangen, „Ein blutiger Schleier, vom Winde bewegt⸗ „Haͤlt die Geiſtergeſtalt umfangen. „In Deinem Arm „Da wird ſie erſt warm,* „Drum ſchnell auf den Gaul, und reite „In's Weite!““

„Oherrlich! ſiel Rudolphihr freudig in öWort, „Fahrt hin nun, Zweifel und Sörgen! „Und ſind wir erſt aus dem Schloſſe fort, „So iſt auch die Liebe geborgen. „Wenn der Morgen graut, „Gruß ich dich als Braut! „Ade, feins Liebchen, ich ſcheide „Zur Freude!““

Und lange noch gluht auf der Lippe der Kut, Da ſprengt er muthig bergunter, Und ſcheidend wirft ſie den letzten Gruß Dem Liebſten in 6 Thal hinunter. „Lieb⸗ Rudolph! biſt mein, nilih Zidein „„Nicht Himmel und Hoͤlle ſcheide „Uns Beide!““—

Und wie die Nacht auf die Thäler ſinkt, Sitzt der Ritter geruſtet ſeretrſe bleiches Sternlein am Himmel blinkt, Tief dunkel liegt's auf der Erde. Er ſpornt das Roß Aufs Grafen Schloß, And koͤmmt, nach Liebchens Worte, Zur Pforte.

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