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Körners Gedichte
Entstehung
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und ſie reiten raſtlos immer zu⸗ Und nächtlich ſchleichen die Stunden.— „Nun bin ich erloͤſt, nun komm' ich zur Ruh', „Nun hab' ich den Liebſten gefunden. „Biſt ewig mein, „Bin ewig dein, 5 „Nicht Himmel, nicht Hoͤlle ſcheide „Uns Beide!“

Der Morgen allmählich dämmert und graut⸗ Noch gehts durch Fluren und Felderz; Doch immer ſtiller wird die Braut⸗ Und immer kälter und käͤlter. Da kraͤht der Hahn, Schnell haͤlt ſie an, Und zieht den Liebſten vom Pferde Zur Erde.

„Huſch! wie die kalte Morgenluft weht „Mit dem naͤchtlichen Sturm um die Wettes „Es graut der Tag, der Hahn hat gekräht⸗ „Lieb' Buhle, die Braut will zu Bette! „Komm h'rein, komm h'rein, „Biſt mein, bin dein, 3 „Nicht Himmel, nicht Holle ſcheide „Uns Beide!“

Und eiskalte Lippen drüͤckten den Kuß

„ Auf ſeine zitternden Wangen,

Und Leichenduft und Todtengruß

umweht ihn und hält ihn umfangen⸗

Da ſinkt er zuruͤck, Es bricht der Blick.—

Und die Braut hat den Liebſten gefunden Dort unten!

w Korners Ged. 4

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