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Körners Gedichte
Entstehung
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4„ Das fuhr dem Rudolph durch Marf und Bein, Er warf ſich wild auf den Dänen⸗ Und jagte in Wald und Forſt hineinz Das Auge hatte nicht Thränen, Ein kalter Schmerz Zerriß ihm das Herz, Als müßt er in grauſamen Wehen Vergehen

Da durchbebt's ihn auf ein Mal mit ſtiller * Gewalt⸗ Er fuͤhlt ſich wie neugeboren, Und Ahnungen werden zür lichten Geſtalt, Ats wär noch nicht Alles verloren. „Pin ich doch frei „Und Wallhaide treu. „Goti hilft, ſie aus Vaters Ketten „Zu retten!“

Und eh die Sonne noch untergebt, Harrt er ſtill am einſamen Orte, Und leiſer ſchleicht, gls der Sephyr weht, Wallhaide durch Hof und Pforte In ſtiller Luſt En Buhlens Bruſt, Und er hielt ſie mit treuem Verlangen Umfangen.

Sprach Rudolph endlich:—„Um Mitternacht. „Wenn Alles laͤngſt ruht im Schloſſe,

„Kein Verrätherauge die Liebe bewacht, „Dann komm' ich mit flüͤchtigem Roſſe.

„Du ſchwingſt dich hinauf,

„ünd freudig im Lauf „Jag' ich mit der herrlichen Beute

„Ins Weite!“