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Körners Gedichte
Entstehung
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Aber druͤben, auf waldigen Pergeshöh'n, Sieht er ſeine ſchimmernde Feſte ſtehn. Sie blickt ihm freundlich entgegen,

ind ſein Perz pocht in lauteren Schlägen.

Ihm iſt's, als ob's ihn hinuͤber rief'“ Doch es fehlen ihm Schwingen und Flügel⸗ Und der Abgrund, wohl funfzig Klaftern tief, Schreckt das Noß, es ſchäumt in den Zugel; Und mit Schauder denkt er's und blickt hinab, Und vor ſich und hinter ſich ſieht er ſein Grabz Er hoͤrt, wie von allen Seiten Ihbn die feindlichen Schagren umreiten.

Noch finnt er, ob Tod aus Feindes Hand⸗, Ob er Tod in den Wogen erwahle; Dann ſprengt er vor an die Felſenwand, Und befiehlt dem Perrn ſeine Seele. Und näher ſchon hort er der Feinde Troß, Pber ſcheu vor dem Abgrund haumt ſich das Roßz Doch er ſpornts, daß die Ferſen bluten, Und er ſetzt hinab in die Fluthen.

Und der kühne, graͤßliche Sprung gelingt⸗ Ihn beſchuͤtzen hoöh re Gewalten, Wenn auch das Roß zerſchmettert verſinkt,

Der Ritter iſt wohl erhalten,. Und er theilt die Wogen mit kräftiger Hand⸗ Und die Seinen ſtehn an des Ufers Rand, Und begrüßen freudig den Schwimmer. Gott verlaͤßt den Muthigen nimmer.