41 Trinklied.
Kommt Brüder, trinket froh mit mir, Seht, wie die Becher ſchäumen! Bei vollen Bechern wollen wir Ein Stündchen ſchön verträumen. Das Auge flammt, die Wange glüht, In kuͤhnern Tönen rauſcht däs Lied, Schon wirkt der Gotterwein!—
Schenkt ein!
Doch was auch tief im Herzen wacht, Das will ich jetzt begrüßen. Dem Liebchen ſey dies Glas gebracht, Der Einzigen, der Süßen! Das hoͤchſte Gluͤck fur Menſchenbruſt, Das iſt der Liehe Goͤtterluſt; Sie traͤgt Euch himmelan!
Stoßt an!
Ein Herz, in Kampf und Streit hewäͤhrt, Bei ſtrengem Schſckſals-Walten. Ein freies Herz iſt Goldes werth. Das müßt ihr feſt erhalten. Vergaͤnglich iſt des Lebens Glück, Drum pflückt in jedem Augenblick Euch einen friſchen Strauß!
Trinkt aus!
„Jetzt ſind die Gläſer alle leer,
Fiut W ice 5 wogt im Herzen hoch und hehr Ja, wir ſind alle Bräder.


