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Körners Gedichte
Entstehung
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Und höher ſteigt ber Lauf der Sonnen, Es gluͤht im dichtbelaubten Thal, Des Nebels Dünſte ſind zerronnen, Bertrocknet ſtirbt der klare Bronnen, Der Quell verſiegt im Sonnenſtrahl;

Doch friſcher noch in Jugendfuͤlle. Entfaltet ſich des Bluͤmchens Huͤlle.

Des Spaͤtjahrs Kuͤhle koͤmmt gezogen, Reif glänzt der Traube Gold brtot Die Sonne ſinkt am Himmelsbogen, 1 Es quillt, im Innern auferzogen, Nus Bluͤthentod die Frucht hervorz 4 Doch ewig ſchön im zarten Kleide Mahlt ſich des Bluͤmchens ſüße Freube.

Da zieht die Schwalbe durch die Felber, Die Biene zehrt vom Fruͤhlings⸗Raub⸗ s pfeift die Windsbraut durch die Wälder, ie Purpurrebe faͤrbt die Kelter, Und taſchelnd fällt das duͤrre Laub; Doch frei vom ernſten Weltgeſetze, Enthuͤllt das Bluͤmchen ſeine Schaͤtze.

Da ſtürzt ſich mit der eh'rnen Kette S3 vom Gebirg der Winter los, Er macht die Welt zur Grabes⸗Stätte, Und mit des Eiſes Silberglätte Umfeſſelt er der Erde Schöoß, Und mordet auf den kahlen Fluren Des zarten Lebens letzte Spuren.

Doch, wie vom Götterblut empfangen, Regt ſich des Bluͤmchens ſuͤße Pracht. Es ſtrahlt empor mit Gluthverlangen,