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Körners Gedichte
Entstehung
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Das Wunderbluͤmchen.

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Ein Blümchen bluͤht an ſtillen Quellen, Und athmet ſuͤßen Lebensduft;

s badet ſich in klaren Wellen, Und munter mit des Fruͤhlings Schwellen Regt ſich die Knospe in die Luft. Schon gruͤnt die Flur mit ſüßem Prangen, Und Freude faͤrbt die zarten Wangen.

Es ſtrahlt der Lenz auf tauſend Zweigen,

Froh hat ſich die Natur verjungt.

Die Jugend ſchlingt den muntern Reigen, orch, wie dort durch des Haines Schweigen as ſüße Lied der Vögel klingt;

Doch ſchoͤner, als der Klang im Liede,

Färbt ſich am Quell die zarte Bläthe.

Und Sommer wirds im jungen Leben, Und kuͤrzer weilt die kuͤhle Nacht, Und feuriger wird jedes Streben; Es keimt die Kraft in zarten Reben, Es ſtrahlt das Feld mit goldner Pracht; Die Knospe wilk die Huͤlle ſpalten, Zur Blume herrlich ſich entfalten.