heit und Munterkeit. Bei ſolchen Verhalt⸗ niſſen gewöhnte er ſich, in der beſſern Geſell⸗ ſchaft keinen druͤckenden Zwang zu fuͤhlen, und lernte den Werth des feinern Umgangs ken⸗ nen und ſchatzen.
Mit beſonnener, zaͤrtlicher Sorgfalt ſuchte Körner's Vatorden einzigen Sohn beider Wahl des kuͤnftigen Standes deſſelben zu leiten.„Ge⸗ naue Abwägung— ſo berichtet er uns ſelbſt in ſeiner trefflich geſchriebenen Biographie ſeines Sohnes)— der Vortheile und Nachtheile eines jeden enichtz er⸗ warten; was ſie beſtimmt, ſind oft unzureichende Gruͤnde, und gleichwohl iſt es bedenklich, ih⸗ rem Entſchluß zu widerſtreben, da man be⸗ ſonders beilebendigen und kraftvollen Naturen zu wüͤnſchen hat, daß Geſchäͤft und Neigung treffe. Und ein Geſchaͤft, das ihm
unftig ein hinlaͤngliches Auskommen ſichern könnté, hatte auch Theodor Körner zu wählen⸗ da er auf den Beſitz eines bedeutenden Vermd⸗ gens nicht rechnen durfte.— Der Bergbau, für den Körner beſtimmt wurde, hätte viel An⸗ ziehendes für ihn durch ſeine poetiſche Seite, und durch die vielfältige Geiſtesnahrung, die ſeine Huͤlfswiſſenſchaften darbieten. Nachdem er ſich durch gewoͤhnliches Studium derſelben in WDresden votbereitet hatte, bezog er im Jahr 1808 die damals unter Werners Leitung ſte⸗ hende Vergacademie Freiberg. Hier trieb er den Bergbau in practiſcher und theoretiſcher Hin⸗ ſicht, vorzüglich in der erſtern Zeit, mit wah⸗ rem Enthuſiasmus. Hier war es, wo ſein Ge⸗ müth durch den heilſamen Einfluß edler Freunde immermehran ernſter Haltung und maͤnnkicher Feſtigkeit gewann, wo feine Poeſie erregt wurde


