Teil eines Werkes 
1. Band (1838)
Entstehung
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Drum nicht, in alte Feſſeln uns zu ſchlagen, Erneuerſt du dies Spiel der alten Zeit, Nicht, uns zuruͤckzufuͤhren zu den Tagen Charakterloſer Minderjaͤhrigkeit.

Es waͤr' ein eitel und vergsblich Wagen,

Zu fallen ins bewegte Rad der Zeit: Gefluͤgelt fort entfuͤhren es die Stunden; Das Neue kommt, das Alte iſt verſchwunden.

Erweitert jetzt iſt des Theaters Enge,

In ſeinem Raume draͤngt ſich eine Welt;

Nicht mehr der Worte redneriſch Gepraͤnge,

Nur der Natur getreues Bild gefaͤllt;

Verbannet iſt der Sitten falſche Strenge,

Und menſchlich handelt, menſchlich fuͤhlt der Held. Die Leidenſchaft erhebt die freien Doͤne,

Und in der Wahrheit findet man das Schdne.

Doch leicht gezimmert nur iſt Theſpis Wagen, Und er iſt gleich dem acheront'ſchen Kahn:

Nur Schatten und Idole kann er tragen,

Und, draͤngt das rohe Leben ſich heran,

So droht das leichte Fahrzeug umzuſchlagen, Das nur die fluͤcht'gen Geiſter faſſen kann.

Der Schein ſoll nie die Wirklichkeit erreichen, Und ſiegt Natur, ſo muß die Kunſt entweichen.

Denn auf dem bretternen Geruͤſt der Scene

Wird eine Idealwelt aufgethan.

Nichts ſey hier wahr und wirklich, als die Thraͤne: Die Ruͤhrung ruht auf keinem Sinnenwahn;

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