Teil eines Werkes 
1. Band (1838)
Entstehung
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Nur deſto unterwuͤrf'ger finden. Wer ſchon der Wahrheit milde Herrſchaft ſcheut, Wie traͤgt er die Nothwendigkeit?

So rufſt du aus und blickſt, mein ſtrenger Freund, Aus der Erfahrung ſicherm Porte Verwerfend hin auf Alles, was nur ſcheint. Erſchreckt von deinem ernſten Worte Entflieht der Liebesgoͤtter Schaar, Der Muſen Spiel verſtummt, es ruhn der Horen Taͤnze, Still tranernd nehmen ihre Kraͤnze Die Schweſtergöttinnen vom ſchoͤn gelockten Haar, Apoll zerbricht die goldne Leyer, Und Hermes ſeinen Wunderſtab, Des Traumes roſenfarbner Schleier Faͤllt von des Lebens bleichem Antlitz ab, Die Welt ſcheint, was ſie iſt, ein Grab. Von ſeinen Augen nimmt die zauberiſche Binde Cytherens Sohn: die Liebe ſieht, Sie ſieht in ihrem Goͤttereinde Den Sterblichen, erſchrickt und flieht, Der Schoͤnheit Ingendbild veraltet, Auf deinen Lippen ſelbſt erkaltet Der Liebe Kuß, und in der Freude Schwung Ergreift dich die Verſteinerung.