Teil eines Werkes 
1. Band (1838)
Entstehung
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Biſt du bereitet und reif, das Heiligthum zu betreten, Wo den verdächtigen Schatz Pallas Athene verwahrt? Weißt du ſchon, was deiner dort harrt? wie theuer du kaufeſt? Daß du ein ungewiß Gut mit dem gewiſſen bezahlſt? Fuͤhlſt du dir Staͤrke genug, der Kaͤmpfe ſchwerſten zu kämpfen, Wenn ſich Verſtand und Herz, Sinn und Gedanken entzwein? Muth genug, mit des Zweifels unſterblicher Hydra zu ringen Und dem Feind in dir ſelbſt maͤnnlich entgegen zu gehn? Mit des Auges Geſundheit, des Herzens heiliger Unſchuld Zu entlarven den Trug, der dich als Wahres verſucht? Fliehe, biſt du des Fuͤhrers im eigenen Buſen nicht ſicher, Fliehe den lockenden Rand, ehe der Schlund dich verſchlingt! Manche gingen nach Licht und ſtuͤrzten in tiefere Nacht nur; Sicher im Daͤmmerſchein wandelt die Kindheit dahin.

Poeſie des Lebens. An*

Wer mochte ſich an Schattenbildern weiden, Die mit erborgtem Schein das Weſen uͤberkleiden, Mit truͤgriſchem Beſitz die Hoffnung hintergehn? Entbloͤßt muß ich die Wahrheit ſehn.

Soll gleich mit meinem Wahn mein ganzer Himmel ſchwinden, Soll gleich den freien Geiſt, den der erhabne Flug

Ins graͤnzenloſe Reich der Moglichkeiten trug⸗

Die Gegenwart mit ſtrengen Feſſeln binden:

Er lernt ſich ſelber uͤberwinden;

Ihn wird das heilige Gebot

Der Pflicht, das furchtbare der Noth