Teil eines Werkes 
1. Band (1838)
Entstehung
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Ueber dir mag die Verleumdung geifern, Die Verfuͤhrung ihre Gifte ſpein, Ueber dich der Phariſäer eifern, Fromme Mordſucht dich der Hölle weihn, Gauner durch Apoſtel-Masken ſchielen, Und die Baſtardtochter der Gerechtigkeit, Wie mit Wuͤrfeln, ſo mit Menſchen ſpielen⸗ Und ſo fort, bis hin zur Ewigteit.

Ueber dir mag auch Fortuna gaukeln, Blind herum nach ihren Buhlen ſpaͤhn,

Menſchen bald auf ſchwanken Thronen ſchaukeln, Bald herum in wuͤſten Pfuͤtzen drehn;

Wohl dir, wohl in deiner ſchmalen Zelle! Dieſem komiſch-tragiſchen Gewuͤhl,

Dieſer ungeſtuͤmen Gluͤckeswelle, Dieſem poſſenhaften Lottoſpiel,

Dieſem faulen, fleißigen Gewimmel, Dieſer arbeitsvollen Ruh,

Bruder!— dieſem teufelvollen Himmel Schloß dein Auge ſich auf ewig zu.

Fahr' denn wohl, du Trauter unſrer Seele, Eingewiegt von unſern Segnungen! Schlummre ruhig in der Grabeshoͤhle, Schlummre ruhig bis auf Wiederſehn! Bis auf dieſen leichenvollen Huͤgeln Die allmaͤchtige Poſaune klingt, Und nach aufgeriſſ'nen Todesriegeln Gottes Sturmwind dieſe Leichen in Bewegung ſchwingt—