Teil eines Werkes 
1. Band (1838)
Entstehung
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Lieblich huͤhften, voll der Jugendfreude, Seine Tage hin im Roſenkleide,

Und die Welt, die Welt war ihm ſo ſuͤß— Und ſo freundlich, ſo bezaubernd winkte Ihm die Zukunft, und ſo golden blinkte

Ihm des Lebens Paradies;

Noch, als ſchon das Mutterauge thraͤnte, Unter ihm das Todtenreich ſchon gaͤhnte,

Ueber ihm der Parzen Faden riß,

Erd' und Himmel ſeinem Blick entſanken, Floh er aͤngſtlich vor dem Grabgedanken— Ach, die Welt iſt Sterbenden ſo ſuͤß!

Stumm und taub iſt's in dem engen Hauſe, Tief der Schlummer der Begrabenen; Bruder! ach, in ewig tiefer Pauſe Feiern alle deine Hoffnungen; Oft erwaͤrmt die Sonne deinen Huͤgel,

Ihre Glut empfindeſt du nicht mehr; Seine Blumen wiegt des Weſtwinds Fluͤgel, Sein Geliſpel horeſt du nicht mehr;

Liebe wird dein Auge nie vergolden, Nie umhalſen deine Braut wirſt du,

Nie, wenn unſre Thraͤnen ſtromweis rollten,— Ewig, ewig ſinkt dein Auge zu.

Aber wohl dir!— koͤſtlich iſt dein Schlummer, Ruhig ſchlaͤft ſich's in dem engen Haus; Mit der Frende ſtirbt hier auch der Kummer, Roͤcheln auch der Menſchen Qualen aus.