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Elegie auf den Tod eines Jünglings.
Banges Stoͤhnen, wie vorm nahen Sturme, Hallet her vom dden Trauerhaus,
Todtentoͤne hallen von des Muͤnſters Thurme! Einen Juͤngling traͤgt man hier heraus,
Einen Juͤngling— noch nicht reif zum Sarge, In des Lebens Mai gepfluckt,
Pochend mit der Jugend Nervenmarke, Mit der Flamme, die im Auge zuͤckt!
Einen Sohn, die Wonne ſeiner Mutter, (D, das lehrt ihr jammernd Ach!)
Meinen Buſenfreund, ach! meinen Bruder— Auf, was Menſch heißt, folge nach!
Prahlt ihr, Fichten, die ihr, hoch veraltet, Stuͤrmen ſtehet und den Donner neckt? Und ihr, Berge, die ihr Himmel haltet, Und ihr, Himmel, die ihr Sonnen hegt? Prahlt der Greis noch, der auf ſtolzen Werken Wie auf Wogen zur Vollendung ſteigt? Prahlt der Held noch, der auf aufgewaͤlzten Thatenbergen In des Nachruhms Sonnentempel fleugt? Wenn der Wurm ſchon naget in den Bluͤthen: Wer iſt Thor, zu wähnen, daß er nie verdirbt? Wer dort oben hofft noch und hienieden- Auszudauern— wenn der Juͤngling ſtirbt?


