Teil eines Werkes 
1. Band (1838)
Entstehung
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Ha, Verraͤther! nicht Luiſens Schmerzen? Nicht des Weibes Schande, harter Mann? Nicht das Knaäblein unter meinem Herzen? Nicht, was Loͤw' und Tiger ſchmelzen kann? Seine Segel fliegen ſtolz vom Lande! Meine Augen zittern dunkel nach; Um die Maͤdchen an der Seine Strande Winſelt er ein falſches Ach!

Und das Kindlein— in der Mutter Schoße Lag es da in ſuͤßer, goldner Ruh, In dem Reiz der jungen Morgenroſe Lachte mir der holde Kleine zu— Toͤdtlichlieblich ſprach aus allen Zuͤgen Sein geliebtes, theures Bild mich an, Den beklommnen Mutterbuſen wiegen Liebe und— Verzweiflungswahn.

Weib, wo iſt mein Vater? lallte Seiner Unſchuld ſtumme Donnerſprach'; Weib, wo iſt dein Gatte? hallte Jeder Winkel meines Herzens nach— Weh! umſonſt wirſt, Waiſe, du ihn ſuchen, Der vielleicht ſchon andre Kinder herzt, Wirſt der Stunde unſres Gluͤckes fluchen, Wenn dich einſt der Name Baſtard ſchwärzt.

Deine Mutter— o im Buſen Hoͤlle! Einſam ſitzt ſie in dem All der Welt,

Duͤrſtet ewig an der Freudenquelle,

Die dein Anblick fuͤrchterlich vergaͤllt.