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anfangend, hiemit tar⸗ und ſiegelfrei ertheilen, und gebieten dem⸗ nach ſaͤmmtlichen Unterthanen Unſeres Koͤnigreichs, insbeſondere allen darin angeſeſſenen Buchdruckern und Buchhaͤndlern, bei Ver⸗ meidung Unſerer Allerhoͤchſten Ungnade und einer Strafe von hun⸗ dert Dukaten, wovon die eine Haͤlfte Unſerem Aerar, die andere Hälfte dem Verleger zufallen ſoll, wider Wiſſen und Willen des rechtmaͤßigen Verlegers der Friedrich von Schiller'ſchen Werke dieſe in keinerlei Form weder ſelbſt nachzudrucken, noch den Verkauf freinder Nachdruͤcke derſelben zu uͤbernehmen oder auf irgend eine Art zu beguͤnſtigen.
Hiernach weiſen wir ſammtliche Obrigkeiten Unſeres Koͤnig⸗ reichs an, den privilegirten Verleger mehrerwaͤhnter Werke gegen alle Beeintraͤchtigungen kräftigſt zu ſchuͤtzen, und die ihnen ange⸗ zeigten Nachdruͤcke ſogleich wegnehmen, und jenem zu ſeiner freien Diſpoſition ſtellen zu laſſen.
Wir geſtatten, daß dieſes Privilegium zu Jedermanns Nachricht und Warnung den während der zwanzigjährigen Privilegiumsdauer veranſtaltet werdenden Auflagen der Geſammtwerke Friedrichs von Schiller vorgedruckt werde; auch ſoll daſſelbe in gleicher Abſicht durch das Regierungsblatt bekannt gemacht werden.
Zu deſſen Urkunde haben Wir dieſes Privilegium eigenhaͤndig unterzeichnet und Unſer geheimes Kanzley⸗Inſiegel beidrucken läſſen.
Gegeben in Unſerer Haupt- und Reſidenzſtadt Muͤnchen den achten Maͤrz im Jahre Eintauſend achthundert acht und dreißig.
Ludwig.
Staatsrath v. Ibel.
Auf Koͤniglich Allerhoͤchſten Befehl der General⸗Setretär
Fr. v. Robell.


