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Sepphoris und Rom : ein historischer Roman aus dem 4. Jahrhundert
Entstehung
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und Ziſchen hallte durch die Gänge, die Flammen ſchlugen auf und zündeten auch die böſen Wetter, die ſich in den lang ver⸗ ſchloſſenen Gängen gebildet hatten, wie Donner rollte es, und die Feuerzungen fuhren den Arbeitern entgegen, ergriffen einige von ihnen und tödteten ſie. Mit lautem Wehegeſchrei entflohen die Uebrigen, denen ſich Rauchwolken und lodernde Flammen nach⸗ wälzten.... Der Plan war gelungen. Niemand getraute ſich wieder Hand anzulegen. Dem abergläubiſchen Sinne der damali⸗ gen Menſchen waren es Flammen von Gott geſendet, Boten des göttlichen Willens, daß der Tempel für jetzt nicht wieder erbaut werde. Selbſt Aphlius ſchreckte zurück, und berichtete dem Kaiſer darüber. Und Joſeph? Sein Werk war vollbracht, aber es hatte ihn ſelbſt zum Tode getroffen. Die Flammen, die er gezündet, waren ſchneller, als ſein flüchtiger Fuß, der dem Brande ſich ent⸗ ziehen wollte; ſie ergriffen ſeine Gewänder, der Schwefelrauch be⸗ täubte ihn er ſtrauchelte er war verloren.... ſeine ver⸗ kohlten Gebeine liegen unter dem Schutte von Zion begraben.

Patrika erlebte dies Alles in Jeruſalem noch mit. In un⸗ klarer Gedankenverbindung mochten ſich in den geheimen Tiefen ſeiner Seele der Schatten des Abtrünnigen, der an ihm vorüber⸗ geeilt, mit den Flammen aus den unterirdiſchen Gängen, mit der Beſeitigung des Tempelbaues ſich verknüpfen wenigſtens war es ihm, als ob mit dieſem Tage auch das tückiſche Treiben des Böſewichts aus der arabiſchen Wüſte auf immer verſchwunden ſei. Er verließ mit Mirjam den heiligen, aber entheiligten Boden ſeiner Väter.

Wohin aber waren jetzt eure Schritte gelenkt, Mirjam und Patrika? Wohin ging ſchon von Byzanz aus ener Denken und Sinnen?.... Nach Oſten dorthin, wo der Chaboras ſeine grünen Wellen mit den blauen des Euphrat vermiſcht; dorthin,