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unter ihren Gegnern doch Tauſende, welche deſſen Ausführung mit Haß und Entſetzen erfüllte. Zu beſtimmt war ausgeſprochen worden, daß dieſer Tempel aus ſeinen Trümmern ſich niemals wieder erheben werde— was ſollte aus dieſen Weiſſagungen werden, wenn er nun dennoch aus ſeiner Aſche erſtände?!
In Niemandem aber ſtand der Entſchluß feſter, ſich dieſem zu widerſetzen, als in der Seele Joſephs des Abtrünnigen. Längſt war er bei ſeinem Beſchützer in Rom in Mißachtung gefallen, da keines der von ihm angegebenen Mittel ſich bewährt, keiner der von ihm entworfenen Pläne ſich verwirklicht hatte. Seine un⸗ bündige Seele knirſchte darüber voll Wuth, und ſein Entſchluß ſtand feſt, durch eine That das verlorene Anſehen wieder zu ge⸗ winnen oder darüber unterzugehen. Als die Befehle Julians er⸗ gangen waren, den Tempel wieder zu erbauen, blitzte es in ihm auf, welche dieſe That ſein müſſe. Er eilte nach Jeruſalem; er beobachtete mit fieberhafter Hitze jeden Schritt, der geſchah; ſeine geſchäftige Phantaſie brütete über die Mittel, Alles zu hintertrei⸗ ben, und— er kannte die Menſchen ſeiner Zeit zu gut. Er be⸗ reitete Alles vor. Bei der genauen Kenntniß der Oertlichkeiten, die er ſich verſchafft hatte, und bei der ſorgfältigen Prüfung, der er Alles unterzog, war es ihm gelungen, in das Labyrinth der unterirdiſchen Gänge einzudringen. Er häufte hier eine Maſſe zündbarer Stoffe, Schwefel und Zunder aller Art auf, und ſchaffte ſie zwiſchen die Trümmerſtücke hinein. In der Nacht vor dem Tage, wo die Arbeiter die Schutthaufen aus den Gängen zu räu⸗ men beginnen wollten— es war derſelbe Abend, an welchem Pa⸗ trika ihn an ſich vorüber eilen geſehen— verſenkte er ſich in die Höhlen, und brachte die Nacht daſelbſt zu. Kaum hatten die Ar⸗ beiter die erſten Trümmer fortgeſchafft, als er mit einer Fackel all den aufgehäuften Zündſtoff anzündete. Ein lautes Krachen


