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Sepphoris und Rom : ein historischer Roman aus dem 4. Jahrhundert
Entstehung
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eilen, er hört. die Wuthausbrüche des Pöbels, der den Tod des verhaßten Juden verlangt; überall Gefahr und Verderben. Da ſtürzt er ſich vom Pferde, zieht das Schwert, und bricht ſich durch die Menge Bahn. Er dringt in das Haus, verfolgt die ihm be⸗ kannten Gänge, eilt von Gemach zu Gemach, und gelangt endlich in das Zimmer, in welches Meſchullam und Iddo ſich geflüchtet, und das jetzt von wüthenden Soldaten erfüllt war. Sie hatten Iddo von ihrem Vater losgeriſſen und hielten ſie in einer Ecke des Gemachs zurück, während Andere dem Meſchullam, der re⸗ gungslos mit ſtarrem Blicke daſaß, die Schwerter auf die Bruſt ſetzten, um ihm das Geſtändniß der Verſtecke zu entreißen, in denen ſeine Reichthümer verborgen lägen. Der gedankenloſe Greis ver⸗ mochte nicht zu antworten, und im nächſten Augenblicke mußte er entſeelt zu den Füßen der Wüthenden liegen, die für Trotz nah⸗ men, was Erſtarrung des Geiſtes war. Im Nu war Patrika an ſeiner Seite, ſchlug mit ſeinem Schwerte die gezückten Waffen zurück, drängte die Nächſtſtehenden bei Seite, ſtellte ſich vor den Bedrohten, und rief mit donnernder Stimme:Zurück, ihr Krie⸗ ger Julians! Nehmt, was ihr findet, und ihr ſollt mehr haben, auf mein Wort! Aber ſchont das Leben von Greiſen und Wei⸗ bern! Einen Augenblick ſtutzten die Soldaten; ſie erkannten den höheren Offizier bald aber riefen einige Rädelsführer:Wer Du auch biſt, Du haſt hier nichts zu befehlen wir haben die Erlaubniß des Kaiſers, alles was hier iſt, gehört uns der Hund hat uns ſeine Reichthümer verſteckt, er ſoll ſie uns heraus⸗ geben, oder ſein faules Blut muß fließen!

Sie drangen von Neuem auf den Greis und ſeinen Beſchützer los. Vergebens rief dieſer:Zurück, im Namen des Kaiſers, es ſoll kein Blut vergoſſen werden! Mit Rieſenkraft ſtieß er die Dränger zurück, und ließ ſein Schwert unaufhörlich kreiſen,