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nes von Meſchullam in ſeiner Lebenskraft gebrochenen Vaters, der ihm zugerufen:„Räche Dich nicht, denn Gott wird die Bos⸗ heit rächen, die der Treuloſe geübt;“ vor ihm ſtand das Bild ſeiner grauſam verwundeten Gattin, die mit unſäglicher Härte
von ihm getrennt, von ſeinem Herzen auf immer losgeriſſen ſein
ſollte; all die Liſt, all der Trug, all die Bosheit, die von dieſem Hauſe ausgegangen, und ſo oft ſeine Jugend und ſein Leben ver⸗ giftet hatten, gingen an ſeinem Geiſte vorüber, und ergoſſen eine unſägliche Bitterkeit durch ſein Gemüth:„Was geht ihr mich an, unholde Menſchen, wenn ihr jetzt den Becher zu leeren habt, den ihr euch ſelbſt gefüllt! Ich will keine Hand an euch legen; ich trage keinen Stein herbei, der auf euer Haupt und auf euren Rücken fallen ſoll. Möge, was das ſtrafende Geſchick beſtimmt hat, über euch ergehen. Mein edler Vater ſank längſtens vor Kummer in die Gruft, die Du, Meſchullam, ihm gegraben: ſo fahre Du nun hinunter in die Deine, ich habe ſie Dir nicht bereitet!“
Und warum pocht Dir dennoch, Patrika, das Herz ſo heftig? Warum hältſt Du alle dieſe Bilder ſo feſt vor Deiner Seele, und ſucheſt ſie immer wieder Dir zurückzurufen? Und warum folgſt Du dennoch unwillkürlich den Impulſen Deiner Seele, und jageſt auf Deinem Roſſe voran, immer ſchneller, immer heftiger?
Er paſſirt das Thor; er reitet in die Straßen hinein; ſchon zeiget ſich ſeinem Ange hier und da das Werk der Verwüſtung. Paläſte weiſen die Spuren der Zerſtörung, die an ihnen vollbracht worden; die Thüren zerbrochen, die Fenſter zerſchlagen, zertrüm⸗ merte Geräthe; hier und da eine Feuerſäule aufſteigend, die bald wieder gelöſcht wurde, ſelbſt Blut war gefloſſen. Patrika ſchau⸗ dert, und lenkt faſt unbewußt ſein Roß nach der Gegend, wo das Haus Meſchullams ſtand. Er gelangt dahin; er ſieht wilde Ge⸗ ſtalten ein⸗ und ausſtrömen, Männer mit Beute beladen davon⸗


