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paſſirt hatten, vertheilten ſie ſich, um unter Führung ortskundiger Männer auf ihre Beute loszuſtürzen. Die Paläſte und mächti⸗ gen Häuſer jener Großen waren leicht gefunden; denn nirgends mehr als im damaligen Rom ragten die glanzvollen Wohnungen der Reichen unter den ſie umgebenden Hütten der Armen und den beſcheidenen Häuschen der kleinen Bürger hervor. Das Toben der Plünderung, das Raſen der aufgeregten Soldateska hallte bald durch die Stadt, und vermiſchte ſich mit dem Geſchrei der Be⸗ troffenen, welche, aus ihren Verſtecken geholt, zur Haft gebracht, oder, wenn ſie in ihrer Verzweiflung einigen Widerſtand wagten, mißhandelt wurden, und mit dem Hohnlachen des Volkes, das ſich an dem Sturze derer weidete, vor denen es ſo lange ſich hatte beugen müſſen.
Patrika war bei dem Kaiſer während eines großen Kriegsrathes zurückgehalten worden, zu dem auch er berufen war. Es galt die weiteren Operationen zu beſtimmen, Unteritalien und Sicilien zu beſetzen und nach Griechenland überzugehen, während ein anderes Heer durch Pannonien dringe, um ſo Conſtantius von zweien Seiten aus zu begegnen. Der Kaiſer wollte erſt nach einigen Tagen in Rom eintreffen. Nach Beendigung des Kriegsrathes eilte Pa⸗ trika zu Pferde ſeiner Schaar nach, die vorangezogen und holte ſie am beſtimmten Platze ein. Er ſetzte nun mit ihr den Marſch bis zur Nähe von Rom fort. Da hielt es ihn aber nicht länger, und er ſprengte ihr voran nach Rom hinein. Bevor er die Sei⸗ nen verließ, raunte er Amnon, der in ſeiner Abweſenheit befeh⸗ ligte, einige Worte ins Ohr.
Ein heftiger Kampf war in der Bruſt Patrika's entbrannt. Er wußte, welches Geſchick Meſchullam erwartete. Sollte er es ruhig über ihn ergehen laſſen? Sollte er, ſoviel an ihm ſei, hindernd dazwiſchen treten? Vor ſeine Seele trat das Bild ſei⸗


