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dringling zurückuweiſen. Bewaffnet waren ſie nicht, aber ſie hatten ſtarke, lange Stäbe in den Händen, die, weiß gefärbt, zum Zeichen ihres Amtes dienten, ſie aber auch befähigten, wenn es koth that, empfindliche Hiebe auszutheilen. Um dieſes Viereck drängte ſich daher die Maſſe am meiſten, ſo daß die Jünglinge Mühe hatten, ſich auf ihrem Platze zu erhalten und ſich ihrer Stäbe bisweilen ſchon bedienen mußten. Bei all dieſer Unruhe und dieſem Lärmen konnte man dennoch wahrnehmen, daß es wohl keine freudige Veranlaſſung war, welche die ſonſt ſo thätige und geſchäftige Bevölkerung der Stadt auf die Straßen und vor das Thor gedrängt habe. Nirgends vernahm man Ausbrüche der Luſt oder nur der Volksheiterkeit; von Scherzen und Schwänken, die ſonſt, wo Haufen des Volkes ſich umhertreiben, niemals auszu⸗ bleiben pflegen, hörte man nichts; eher ruhete eine ernſte, ja ängſtliche Spannung auf allen Geſichtern und Geſtalten, die ſich nur darum noch in Wort und Bewegung einige Freiheit geſtat⸗ teten, weil der Gegenſtand der Befürchtung noch nicht da war. Endlich erhob ſich in der auf der Heerſtraße befindlichen Menge der Ruf:„Platz gemacht! Das Sanhedrin kommt!“ und die Maſſe theilte ſich, um dem herannahenden Zuge freien Raum zu gewähren, während dieſer ſich langſam vom Stadtthore nach jenem Viereck hinbewegte. Die Männer, welche dem Sanhedrin von Sepphoris angehörten, gingen paarweiſe hintereinander, nur daß der Vorſteher desſelben ihnen einzeln voranſchritt. Die Erſten des Zuges waren zwei hochbejahrte Greiſe mit langen Silber⸗ bärten, und nur die Schwäche, die ihrer Haltung ſichtlich aufge⸗ prägt war, minderte in etwas das ehrwürdige Ausſehen, welches ebenſo durch den geiſtigen Ausdruck ihres Geſichtes, wie durch die Würde und heilige Ruhe, die aus ihren Zügen und Geſtalten blickte, bewirkt ward. Die andern Männer des Zuges glichen


