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Vorzeit die Abdachung des Berges nach den verſchiedenen Seiten hin zum Anbau von Häuſern mehr oder weniger geeignet gefunden, ſo daß dann durch Quergaſſen die herunterſteigenden Straßen wie⸗ der verbunden waren. Hieraus war ein Knäuel von Staßen und Gaſſen entſtanden, in welchem der Fremde nur ſchwer ſich durch⸗ zufinden vermochte. Bald war die Hochſtraße von Menſchen an⸗ gefüllt, zwiſchen denen nur ſchwer die Mitte frei gehalten werden konnte. Hier war es denn, wo man auch Frauen und Mädchen unter der Menge erblickte, die ſich aber ſtets am Eingange der Nebenſtraßen aufhielten, wie um ſich den Weg frei zu halten, wenn es galt, dem Schauplatze der Neugierde zu entfliehen. Je lebhafter es in und vor der Stadt zuging, deſto ſtiller und ge⸗ räuſchloſer war es auf dem Caſtell und in deſſen nächſter Um⸗ gebung. Auch ſein Thor war geöffnet, und man konnte von unten ſehr wohl den finſtern Schatten erkennen, der deſſen Ein⸗ gang bezeichnete. Aber vor ihm war eine Anzahl gewaffneter Soldaten aufgeſtellt, die regungslos auf ihrem Poſten ſtanden, und auf den Mauern des Caſtells ſah man einzelne Wachen hin und her ſchreiten. Der Strahl der Morgenſonne ſandte von den Panzern, Schilden und Waffen dieſer römiſchen Krieger fun⸗ kelnde Blitze hinunter, aber kein Laut, nicht einmal Waffengeklirr drang von der Höhe in das Thal hinab.
Ungeführ eine Viertelſtunde von der Stadt war auf der
Straße und den angrenzenden Feldern ein ziemlich großes Viereck
abgeſteckt und zu einer Tenne geebnet. Man hatte es durch einen Zaun eingeſchloſſen, der durch daran gebundene Sträucher ein friſches Ausſehen erhalten. Wo die Straße in dieſes Viereck ein⸗ trat, war aus Palmenzweigen eine Art Triumphbogen aufgerichtet. Der Eintritt in dieſes Viereck war Niemandem geſtattet, und einige handfeſte Jünglinge hielten den Eingang beſetzt, um jeden Ein⸗


