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Wos macht nun dem beſonderen Reiz des geſchichtlichen Romnis aus, und hat ihm eine ſo ſchnelle und große Ver⸗ breitung gegeben? Der Menſch liebt es, die Schattenbilder ſeiner Phantaſie der Wirklichkeit angehörig und entnommen zu wiſſen, und ſieht daher gern eine gewiſſe Bürgſchaft da⸗ für von der Geſchichte gewährt. Andeverſeits erfreut es ihn, bedeutende hiſtoriſche Erſcheinungen, welche die Geſchichte nur in großen Umiſſen und Zügen zeichnet, mit Fleiſch und Blut vor ſich vorüber wandeln zu ſehen, und in die Tiefe ihrer Gedanken⸗ und Gefühlswelt, wie ſie geweſen ſein mug, zu ſchauen. Aus dem großen Meere der Geſchichte tauchen die Inſeln, die vulkaniſchen Eilande und Felſen her⸗ vor; aber wir möchten ſie nicht blos als geographiſche Punkte, ſondern in ihrer ganzen eigenthümlichen Geſtaltung und mit allem Dem kennen, womit ſie die Zeit bekleidet hat, was ſie geſchaffen, getragen, und erlitten haben—
Ob es dem Verfaſſer der folgenden Etzählung gelungen iſt, jener Aufgabe des geſchichtlichen Romans annähernd zu entſprechen, und die weſentlichen Forderungen an denſelben einigermaßen zu erfüllen, ſteht ihm zu beurtheilen nicht zu. Aber er hat mit Ernſt danach geſtrebt, den Charakter der Zeit und der Perſonen tren wiederzugeben, und die Haupt⸗ züge ſeines Gemäldes aus den weitzerſtrenten geſchichtlichen Notizen zu ſammeln. Doch er verhehlt ſich nicht, daß für


