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wiederzuſehen, zu finden hoffen. Gott wollte es ſo! Und wie das Unglück, ſo kommt auch das Glück ſelten vereinzelt!“
Und ausführlicher erzählte ſie nun die Schickſale der vergangenen, ſchweren Tage, ihre Ausweiſung aus der Waldhütte durch den harten Baron, ihre Sorgen, die treue Aufopferung Luiſe's, den Lotterie⸗Gewinn, das wunderſame Auffinden des Schuldſcheines. Mit finſte⸗ ren Blicken hörte Luiſe's Vater ihre Erzählung.
„Gott gibt Euch noch mehr, als Euer Gluͤck wie⸗ der, Er gibt Euch die Macht, zu vergelten, was Euch Uebles geſchehen von Euren Feinden!“ ſagte er. „Der Baron iſt morgen ein Bettler, wenn ich ihm nicht ſein Schloß und Gut abkaufe, und nur Ein Wort koſtet es Euch, ſo...
„Du, Murray? Du ihm das Schloß abkaufen?“ unterbrach ihn Marie.„Biſt du denn reich?“
„So reich, Marie,“ erwiederte Murray lächelnd, „daß ich dir alle deine Taſchen mit Golde füllen, und doch noch drei Mal das Schloß des Barons bezahlen könnte, ohne daß ich eine große Lücke in meinen Schätzen verſpüren würde. Und natürlich, was mein iſt, iſt auch den Pflegeeltern meiner geliebten Tochter Luiſe!“
Nein, nein, Murray! Du erſchreckſt mich!“ rief Marie aus.„Wir bedürfen nichts! Sieh' hier den Schein! Der Baron kann jetzt nicht mehr ſeine Schuld abläugnen, ſondern muß ehrlich und redlich die fünf⸗ hundert Gulden bezahlen, die er vom ſeligen Vater entlehnt hat. Und nachher,“— fügte ſie mit ſtrah⸗ lendem Blicke, zu ihrem Manne gewendet hinzu,— „achher, Anton, nicht wahr, bauen wir uns unſer


