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jetzt doppelt zu uns.„Sieh' hier, Gott hat den Fin⸗ ger des Kindes geführt. Der ſo lange vermißte Schuld⸗ ſchein des Barons, dieß iſt er! Mein guter, ſeliger Vater barg ihn im Theuerſten, was er hatte, und Gott läßt ihn uns finden durch die Hand des Kindes!“
Luiſe ſtand verwundert und erſtaunt.„Oh, dieſe Bibel!“ ſagte ſie dann mit einem Blicke zum Himmel. „Weißt du, Mutter, ſie war das Einzige, was du aus der Verwüſtung der Waſſerwirbel retten wollteſt! So wurde dir das Irdiſche erhalten, indem du das Heilige bewahrteſt. Hier iſt wahrlich Gottes Fügung, Mutter!“
„Gottes Fügung!“ wiederholte Marie.„Oh, wie dank' ich dem Vater im Himmel, der ſo ſichtbar ſeine Gnade an uns offenbart. Wie dank' ich ihm! Nun ſind wir ganz gerettet, und heute noch wird der Vater mit Willy bei uns ſein!“
„Ja gerettet!“ ſagte eine tiefe, wohllautende Stimme von der Thür her, welche leiſe geöffnet wor⸗ den war, ohne daß Jemand es gehört hatte.„End⸗ lich, endlich finde ich, die meine Seele ſeit Jahren ſuchte, und nun ruf' ich, kommt, kommt Alle, daß ich Euch an mein Herz ſchließe!“
Verwundert ſchauten Luiſe, Marie und die kleine Anna auf die hohe Geſtalt des Fremden, welcher mit leuchtenden Blicken vor ihnen ſtand und die Arme nach ihnen ausbreitete. Jetzt erkannte ihn Marie.
„Sie ſind es, lieber Herr!“ ſagte ſie,—„Sie ſind es, den mein Mann und Luiſe im Kahne vom Thurme retteten, als die Ueberſchwemmung uns überraſchte. Seien Sie herzlich willkommen! Mein armer Anton


