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Dorothea mit Freundlichkeit empfangen. Für Zwei wat ſchon Raum in dem Hauſe, und Luiſe erklärte, daß ſie ſofort den Dienſt beim alten Martin antreten wollte, um weder der Muhme noch der Mutter be⸗ ſchwerlich zu fallen. Marie wollte ſie zurückhalten, aber fort wie der Wind war das Mädchen und kehrte,
für heute wenigſtens, nicht zurück. Marie ſchickte ihr die beſten Segenswünſche nach.
Ein paar Tage vergingen in Trauer und Betrüb⸗ niß. Fiſcher⸗Anton und ſein Sohn blieben im Gefäng⸗ niſſe eingeſchloſſen, und feine Nachricht meldete, daß der Herr Oberförſter von ſeiner Reiſe zurückgekehrt ſei. Marie hatte ihren letzten Kreuzer ausgegeben, und drückend lag es ihr auf der Seele, daß ſie mit Anna der guten, alten Muhme zur Laſt fallen mußte, die zwar gern Alles mit ihr theilte, aber leider nicht viel zu theilen beſaß. Am vierten Tage kämpfte ſie eben einen ſchweren Kampf mit ſich ſelbſt, ob ſie nicht auf das Schloß gehen und den Baron um Gnade und Barmberzigkeit für ihren Mann anflehen ſolle. Schon 5 war ſie wirklich halb und halb entſchloſſen dazu, ſo wenig Hoffnung ſie auch auf den Erfolg ſetzte, als plötzlich an die Stubenthür gepocht wurde, und ein alter Jude mit langem Barte, aber freundlichem Ge⸗ ſicht zu ihr eintrat.
„„Gottes Wunder!“ ſagte er,—„hab' ich doch müſſen laufen und fragen Haus bei Haus, bis ich habe gefunden das Glückskind, die Frau Marie Stein⸗ bach! Segen über Ihr Haupt, Frau! Wo ſind die Looſe zur Lotterie, die Ihr Mann vom alten Baruch vor vier Monaten gekauft hat. Ich hoffe, ſie ſind


