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förſter bis zum anderen Tage auf, da er Eile nicht ſo ſehr nöthig glaubte. Und doch ſollte er die unſchul⸗ dige kleine Verſäumniß bitter bereuen!
Der Abend kam, ohne daß ſich etwas Ungewöhn⸗ liches ereignete, und ſorgloſen Herzens gingen alle un⸗ ſere Freunde zur Ruhe. Plötzüch aber, gegen Mitter⸗ nacht hin, wurden ſie durch ein heftiges Pochen an der Thür aus dem ſanfteſten Schlummer aufgeſchreckt. An⸗ ton ſprang an das Fenſter, und ſah mehr mit Erſtau⸗ nen als Furcht eine kleine Schaar Gerichtsdiener, welche
die Thir beſetzt hielten.
„He, gute Leute, was gibt es denn?“ fragte er
aus dem geöffneten Fenſter.„Warum kommt Ihr mit⸗ ten in der Nacht zu uns?“ Um dich zu verhaften, Fiſcher⸗Anton!“ erwiederte der Polizei⸗Sergeant, der die Gerichtsdiener befehligte. „Es thut mir leid genug, daß ich gegen einen alten Bekannten ſo verfahren muß, aber der Befehl iſt da, und da nützt kein Weigern.“
„Wie? Mich verhaften? Mich? Du träumſt wohl, guter Anſelm!“ entgegnete Anton.„Ja habe ja nichts verbrochen!“
„Es muß doch wohl nicht Alles richtig ſein,“ ant⸗ wortete der Sergeant.„Mein Befehl iſt gemeſſen, dich und deinen Sohn Willy zu verhaften, und zwar wegen Wilddiebſtahl. Der junge Baron hat dich angezeigt, und zugleich ſelber die Verhaftung verfügt.“
„Ach, jetzt verſteh' ich!“ entgegnete Anton.„Das Reh, das kleine arme Reh iſt die unſchuldige Urſache! Nun, Anſelm, in Gottes Namen, führe uns fort! Heute ſperrſt du uns ein, und ehe es morgen Mittag wird, wirſt du uns wieder freilaſſen. Mein Willy hat ein


