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Brave Leute : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Anton machte ſich ſogleich auf den Weg. Schon um Mittag kam er vergnügt wieder zurück und be⸗ richtete, daß Alles abgemacht und in Ordnung ſei. Der Herr Oberförſter habe ihm ſogar durch einen Jägerburſchen zwei gute Fangſtellen anweiſen laſſen, und ihm erlaubt, den Vogelherd einzurichten, wenn er Luſt habe. Willy jubelte vor Freuden über dieſe herr⸗ liche Nachricht, und ließ dem Vater keine Ruhe, bis er noch am ſelbigen Nachmittage mit ihm in den Forſt ging, um für den nächſten Morgen die nöthigen Vor⸗ bereitungen zu treffen, daß man gleich anfangen könne. 1 Anton gab den Bitten Willy's gern nach, denn einmal 7 gönnte er dem braven Buben die Freude am Fange von Herzen, und dann war's ihm auch ganz recht, durch den Vogelherd eine Erwerbsquelle wieder eröff⸗ net zu ſehen, welche bereits manchen blanken Gulden in die Haushaltung geliefert hatte, wo man jeden klei⸗ nen Verdienſt recht wohl brauchen konnte. Alſo wurde der Vogelherd ſofort in Ordnung gebracht, und bereits in der Frühe des anderen Morgens befanden ſich Willy und ſein Vater im Walde und trieben wieder ihr altes Geſchäft in der früheren Weiſe. Wenn ſie auch am erſten Tage nicht gleich wieder ein paar Blaukehlchen oder andere ſeltene und koſtbare Sänger in's Garn lockten, ſo konnte der Fang doch immerhin für ziemlich

gut gelten, und jedenfalls war Willy ſehr zufrieden,

daß er nur überhaupt wieder ſeine Netze ſtellen durfte. Der einzige Uebelſtand war die größere Entfernung des neuen Vogelherdes. Er lag an anderthalb Stunden von der Waldhütte entfernt, und wenn ſich auch Willy darüber hinwegſetzte, ſo war doch ſchon vorauszuſehen,

daß ihn der Vater nicht immer werde begleiten können,