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weil ihm der Fiſchfang am Rhein zu viel Zeit weg⸗ nahm.
„Du mußt eben öfter allein gehen, Willy,“ ſagte der Vater.„Fürchten wirſt du dich doch nicht, will ich hoffen 2“
Der Knabe kannte keine Furcht.„Ein biſſel mehr langweilig wird's werden, Vater,“ erwiederte er.„Aber laß du mich nur! Ich verſtehe mich jetzt ſchon auf's Geſchäft und will ſchon allein fertig werden. Wenn du die halbe Nacht auf dem Fluſſe im Nachen zu⸗ bringſt, wird es dir auch wohl thun, ein paar Stun⸗ den zu ſchlafen, und dann, wenn deine Arbeit aufhört, fängt die meinige an. Auf die Art gibt's keine Unter⸗ brechung, und wo Arbeit iſt, da iſt auch Lohn!“
So geſchah's denn. Anton konnte ſich wie früher
faſt ganz ſeinem Fiſchergewerb' ergeben, was jetzt ſchon
wieder mehr Gewinn abwarf, da Marie und Luiſe mit ihren fleißigen Fingern bereits einige neue Fiſchnetze n hatten, und Willy betrieb den Vogelfang mit Einem Eifer, der nicht ohne Erfolg blieb. Schon nach ein paar Tagen konnte er wie ſonſt mit ſeinen kleinen gefiederten Sängern durch das Land hauſiren gehen,
und keine Woche war vergangen, da hatte er auch wirk⸗
lich wieder ein Blaukehlchen erwiſcht, und brachte es frohlockend mit heim, um es am nächſten Tage nach Königswinter zu dem Herrn zu tragen, der es beſtellt hatte, und ihm richtig nicht nur einen blanken Gulden auszahlte, ſondern auch wieder eine neue Beſtellung machte, die ihm abermals ein Guldenſtück in Ausſicht ſtellte. Kurz, Alles ſchien den beſten Gang zu gehen, und die drohende Wolke für immer verſchwunden zu ſein, welche vor einiger Zeit den erſten Blitz auf unſere


