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zu uns zurückzukehren, denn er war gut und edel, und liebte uns, wie wir ihn.“
.»Und ſtellte dein Vater keinerlei Nachforſchungen
an?“ fragte Anton.
„Doch! Er ſchrieb nach Schottland,— aber ſein Brief kam uneröffnet zurück. Man hatte den armen Murray nicht auffinden können.“
„Nun denn, zehn oder elf Jahre ſind ſeitdem ver⸗ ſtrichen,“ ſagte Anton,—„Niemand hat in dieſer langen Zeit von ihm vernommen, er ſelbſt ließ nichts von ſich hören,— da muß man freilich die Hoffnung aufgeben, ihn einſt wiederkehren zu ſehen. Ich ſelbſt fürchte, unſerer armen Luiſe lebt kein Vater mehr, als der Vater im Himmel, und um ſo mehr iſt es nun unſere Pflicht, uns der hülfloſen Waiſe anzunehmen, die ja unſere nächſte Verwandte iſt. Doch ſtill jetzt! Sie kommt eben vom Rheine zurück, und ich möchte
ſie nicht merken laſſen, daß wir von ihr und ihrem
Vater geſprochen haben. Auch wird es kühl, und die Luft wehtrkalt über das Waſſer her. Laſſen wir die Vergangenheit ruhen, und ſuchen wir ſelbſt die Ruhe für dieſe Nacht!“
Luiſe näherte ſich mit raſchen, leichten Schritten und wurde mit freundlichen Worten empfangen. Alle begaben ſich in die Hütte. Tiefe Stille herrſchte. Weit in der Ferne zuckte noch immer das Wetterleuchten über den nächtlichen Himmel; aber kein Donner wurde ver⸗
nehmbar, und miſchte ſeine grollenden Töne mit dem
leiſen Murmeln des Rheines, deſſen Wellen raſtlos dem Meere zueilten. In der Hütte war Alles ruhig; die wacke⸗ ren Bewohner derſelben ſchliefen nach des Tages Laſt und
Hitze den ſanften und erquickenden Schlaf des Gerechten.


