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auf einmal, als mein guter Vater, wenige Wochen nach unſerer Hochzeit ſtarb, da zeigte ſich's, daß... ach, ich bin immer noch unglücklich, wenn ich an jene traurigen Tage denke!«
»Nun, was zeigte ſich denn, mein gutes Weib2“ ſagte Anton, indem er leiſe die Wange ſeiner Frau ſtreichelte, die er von Thränen benetzt fand.„Was zeigte ſich?“
»Nun, du weißt doch,“ fuhr Marie fort,—„der Kaufmann in Bonn, dem der Vater unſer ganzes klei⸗ nes Vermögen anvertraut hatte, weil er ihn für ſeinen beſten, treueſten, rechtſchaffenſten Freund hielt, machte Bankerott und wurde landflüchtig, und wir, wir be⸗ kamen von dem ganzen Vermögen unſeres ſeligen Va⸗ ters nicht einen Kreuzer zu ſehen! Dazu kam nun noch, daß die arme Luiſe nach dem Tode des Vaters ganz und gar eine arme, verlaſſene Waiſe wurde, und endlich, daß der Baron auch die Schuld von fünfhun⸗ dert Gulden abläugnete, die ihm der Vater noch ein ein Jahr vor meinem Tode in meiner Gegenwart blank und baar geliehen hatte. Kurz, du armer Anton, an⸗ ſtatt deine Umſtände zu verbeſſern, haſt du ſie nur ver⸗ ſchlimmert dadurch, daß du mich in deine Hütte brach⸗ teſt, und oft, oft macht mir dieß das Herz ſchwerer,
als ich ſagen mag!“
Sie weinte ſtill vor ſich hin. Anton aber druckte
ſie zärtlich an ſeine Bruſt und küßte ſie auf dien 5
Stirn. »Mein liebes Weib,« ſagte er,„vergißt du über ſolchen Gedanken denn ganz und gar, was für einen großen Reichthum der gütige Himmel mir durch dich ſelbſt gegeben hat? Wohnt nicht der Frieden, das Glück
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