die Ferne, und nun ging auch der Vollmond auf, und erhellte mit ſeinem weichen Silberlichte die Gegend. Ein kühler Hauch wehte, friſch und erquickend nach des Tages Schwüle, vom Rheine herauf. In fernſter Ferner zuckte zuweilen raſch verſchwindend, ein mattes Wetterleuchten über dem nächtlichen Himmel.
Eine geraume Zeit ſchon mochten Fiſcher-Anton und ſeine Frau ſchweigend ſo geſeſſen haben, Jedes ſei⸗ nen eigenen Gedanken nachhängen, als von der Hütte her flüchtige Schritte ertönten, und gleich darauf das junge, hübſche Mädchen in den hellen Mondſchein her⸗ austrat, und die Richtung nach dem Rheine hinunter einſchlug.
„Wohin noch ſo ſpät, Luiſe, mein Kind?“ fragte Anton, indem ſie vorbeihuſchte.
„Nur noch ein wenig waſchen und ſpülen will ich,“ erwiederte des Mädchens helle Stimme.„Der Abend iſt mild und ſchön, und wenn ich morgen früh auf⸗ ſtehe, wird die Wäſche bereits trocken ſein. Die Lei⸗ nen zum Aufhängen habe ich im Garten ſchon aus⸗ geſpannt!“
Und flüchtig, wie ſich gekommen war, verſchwand ſie wieder. Gleich darauf hörte man vom Fluſſe her das Plätſchern des Waſſers, zum Beweiſe, wie fleißig Luiſe die Arme rührte.„
„Braves Mädchen! Brav bis in's innerſte Herz hinein!“ ſagte Anton noch einem Weilchen.„Immer thätig, immer vergnügt, immer zufrieden, und immer zu einem frohen Liedchen aufgelegt. Es iſt ein rechter Segen mit dem wackeren Mädchen in unſere Hütte eingekehrt!
„Oh, Anton, lieber Mann,“ ſprach Marie mit


