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Brave Leute : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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machen! Aber bringe ſie heraus in's Freie! Warum ſollen wir in das enge Zimmer kriechen, wenn Gottes ſchöne Welt ſo herrlich vor uns ausgebreitet liegt?

Aber drinnen iſt der Tiſch ſchon gedeckt! erwie⸗ derte das Mädchen ein wenig beſtürzt.Und während ich abräume, verbrennen mir die Fiſche wohl gar.

Dann laß das Abräumen unſere Sorge ſein, entgegnete der Fiſcher wohlgelaunt.Flink, Marie, wir tragen den ganzen Tiſch heraus, und Willy holt die Stuhle! Nur flink, und im Umſehen iſt Alles gethan!

Und ſo war's auch. Fiſcher⸗Anton und ſeine Frau eilten in die Hütte, und kehrten in derſelben Minute mit dem Tiſche zurück, welcher auf einen grünen Raſen⸗ fleck neben der Hausthür geſtellt wurde. Willy und Anne brachten die hölzernen Stühle, und ehe noch Luiſe mit den lecker geröſteten Fiſchen kam, war ſchon Alles in Ordnung. Willy ſprach ein kurzes Gebet, und dann theilte der Vater Fiſch und Kartoffeln aus. Jeder bekam reichlich, aber Jedem ſchmeckte auch köſtlich das einfache Gericht, das man der Arbeit und dem Fleiße des Vaters verdankte. Nach dem Eſſen räumte Luiſe den Tiſch ab, und dann wurde die Tafel aufgehoben. Willy und Anna ſagten gute Nacht, und Luiſe brachte ſie zu Bett, um nachher das Geſchirr wieder zu ſäu⸗ bern und jeden Teller, jede Schüſſel an ihren gehöri⸗ gen Ort zu bringen. Fiſcher⸗Anton und ſein Weib Marie ſaßen wieder allein, und blickten in ſtillem Sin⸗ nen hinaus in die ſchöne, duftige Sommer⸗Landſchaft, die ſich vor ihren Blicken ausbreitete. 8

Das Abendroth war zwar bereits verglüht, aber eine ſanfte Dämmerung geſtattete noch den Blick in