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Brave Leute : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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S

ſtark gewittert haben, und wo es gewittert, da reg⸗ nets auch. Ueber Nacht kann der Strom ſchwellen, und dann wäre das gewiß nicht recht, wenn er. uns den Nachen mitnähme! Alſo beſſer bewahrt, wie be⸗

klagt, Marie!

Ach, es wird ſo gefährlich nicht geweſen ſein mit dem Gewitter und dem Regen, du biſt zu ängſtlich, Anton! ſprach die Frau halb vorwurfsvoll, halb zärt⸗ lich, indem ſie ihn mit dem linken Arme umſchlang, und ihm mit dem Zipfel ihrer Schürze die glühende Stirn trocknete.Immer arbeiteſt du mehr als nö⸗ thig iſt, und fleißiger, als die Anderen.

Ich arbeite, weil's mir Freude macht, denn ich arbeite ja für dich und unſere Kinder, erwiederte Anton lächelnd.Du ſorgſt indeſſen für Küche und Haus. Seh' ich doch an dem Korbe voll Bohnen, daß du auch nicht müßig gegangen biſt! Wozu wäre der Menſch auf der Welt, wenn er nicht arbeiten wollte? Meinſt du, Marie, ich möchte tauſchen mit unſerem Gutsherrn dort droben, deſſen Fenſter eben jetzt wie Feuerflammen zu uns herüber blitzen? Der arme, alte Mann, Langeweile und Lebens-Ueberdruß laſſen ihn zu keiner rechten Freude kommen! Oder mit ſeinem Sohne, dem Junker Ottfried? Gott ſollte mich behüten und be⸗ wahren! Er weiß ja nicht, wie er nur eine einzige Stunde vom lieben, langen Tag nützlich verbringen ſoll, und da iſt er bei ſeiner Jugend noch ſchlimmer daran, als ſein Vater. Nein, nein! Der Himmel er⸗ halte mir, was ich beſitze, mein kleines Gut, mein bra⸗ ves Weib, meine Kinder, und meine Geſundheit, und ich will mich glücklich preiſen mein Leben lang!

Guter Anton! erwiederte ſeine Frau innig.Du