„Aber nachher, Vater? Nachher?“
„Nachher wollen wir ſehen, ob Schweſter Luiſe uns noch Zeit läßt bis zum Nachteſſen, denn nach Tiſch, das weißt du wohl, müßt ihr Kleinen zu Bett. Aber ich ſehe, die Mutter winkt ſchon! Da werden die Fiſche wohl gahr ſein, und wir müſſen wohl eilen, da⸗ mit ſie nicht wieder kalt werden!“
»Oh, wie ſchade, daß wir heute nun nichts mehr hören!“ klagte Willy, indem er die ſchwere Axt auf ſeine Schulter lud und den Nägelkaſten aufhob.„Aber morgen, Vater? Nicht wahr, morgen erzählſt du uns?«
»Wenn nichts Wichtigeres zu thun noth iſt, ja, mein Kind,“ ſagte Fiſcher⸗Anton, gutmüthig tröſtend. „Für heute wollen wir unſer Tagewerk beſchließen, und Gott danken für alle verliehene Güte und Barmherzig⸗ keit. Friſch vorwärts, Willy!“
Der Knabe ſchleppte ſeine Laſt den Strand hinauf, und der Vater ſchob mit den ſtarken Armen und Schul⸗ tern den Nachen der Hütte zu. Der Strand war nicht ſehr abſchüſſig und die Hütte lag nicht hoch. So brachte er's zuwege, daß er mit ein paar Mal abſetzen und ausruhen nach wenigen Minuten ſein Ziel er⸗ reichte.
»Aber warum quälſt du dich nur, Anton?“ rief ihm ſeine Frau entgegen.„Der Nachen liegt ja unten ſo gut, als hier oben, und du haſt morgen nur die Mühe, ihn wieder hinab zu ſchieben!“
„Das wird nicht ſchwer ſein, weil's bergabwärts geht,“ antwortete Fiſcher-Anton lächelnd, und reichte ſeinem Weibe dir derbe, kräftige Hand zum Gruße. „Aber ſiehſt du, vorſehen iſt beſſer als nachſehen, und
der Rhein hat ſeine Mucken. Dort weit oben wird's
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