werkszeug tragen!“
Der Knabe ſprang ſogleich auf, und rannte die paar Schritt weit zum Vater hinüber. Fiſcher-Anton ließ ihn an ſich in die Höhe hüpfen, hob ihn dann vollends mit ſeinen kräftigen Armen empor, drückte ihn an die Bruſt und küßte ihm die rothen, vollen Lippen.
„Du haſt's ja ſo eilig, Willy!“ ſagte er.„Was bringſt du mir Neues? Sind die Fiſche gahr, und ſoll ich zum Nachteſſen kommen?“
„Ob die Fiſche gahr ſind, das weiß ich nicht, Va⸗ ter!« erwiederte der Knabe, indem er ſtürmiſch die Liebkoſungen des Fiſchers erwiederte.„Aber das weiß ich, daß du nun Feierabend machen und uns eine hübſche Geſchichte aus den alten Zeiten erzählen könnteſt, vom Drachen und Lindwurm, oder vom Ritter Roland, oder vom großen Kaiſer Karl, oder von dem hörnenen Siegfried! Bitte, Bitte, Vaterle! Anne wartet auch ſchon längſt darauf, und die Mutter meint, es ſei ge⸗ wiß Alles gar ſchön anzuhören, was du noch für uns im Sack haſt. Alſo laß mich die Art tragen, Vater, und den Kaſten mit den Nägeln! das iſt mir nicht zu ſchwer, und du nimmſt dann das übrige Geräth, daß wir nicht zweimal zu gehen brauchen.“
„Ei, ei, wie du es eilig haſt!“ ſprach lächelnd der Vater und ſchüttelte den Kopf.»Aber heute wird ſchwerlich noch etwas werden aus dem Erzählen, denn ſiehſt du, die Sonne geht ſchon unter, und ich muß noch den Kahn in Sicherheit bringen, denn mich dünkt, als ob über Nacht großes Waſſer kommen könnte. So trage nur Art und Nägel und alles Andere nach Haus, und ich will indeß den Nachen höher an's Ufer ziehen⸗“
Flink laufe hinüber zu ihm und hilf' ihm das Hand⸗


