thum, der nur von denjenigen Leuten recht geſchätzt und gewürdigt werden kann, die aus einer ſolchen Ge⸗ gend in eine arme, traurige, reizloſe Ebene verſetzt wer⸗ den, wo das Auge nichts erblickt, als Haide, Sand, Kiefern und magere Felder, mit einem graublauen Him⸗ mel darüber, der ſich endlos bis an den fernen, ver⸗ ſchwimmenden Horizont hin ausſpannt. Da erſt fühlt man, was man früher beſeſſen, und das Herz ſehnt ſich ewig aus der einförmigen Haide fort, zurück in das blühende Land mit den ſonnigen Rebenhügeln, den ſchattigen Wäldern, und dem prächtigen Strome, in deſſen klarer Fluth ſich Berge, Schlöſſer und Burgen ſpiegeln. Es wollte Abend werden. Die Sonne neigte ſich raſch dem Untergange zu, und ſtrahlte zum Abſchiede Gluth und Purpur über Himmel und Erde. Die Luft war ruhig und ſtill. Am Nachmittage hatte man wohl entferntes Rollen des Donners gehoͤrt, aber das Ge⸗ witter war nicht herauf gekommen, ſondern lagerte nur noch am äußerſten Horizonte als eine dunkle, graue Wolkenwand. Vor der Hütte ſaß Marie, die Frau des Fiſchers, auf einer niederen Holzbank, und ſchnitt grüne Bohnen, welche ſie zum morgigen Mittagseſſen kurz vorher im Garten gepflückt hatte. Wilhelm und ihre Kinder, gingen ihr fleißig dabei zur Hand. Aus der Küche im Hauſe, deren Fenſter weit offen ſtand, erklang eine friſche Stimme und ſang die Melodie eines jener einfachen, reizenden Lieder, die an den geſegneten Ufern des Rheines im Munde des Volkes leben. Tie⸗ fer unten am Strande zimmerte ein kräftiger Mann an einem Boote. Es war der Fiſcher⸗Anton, welcher ſeinen Nachen ausbeſſerte, um anderen N
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