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Brave Leute : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Zufriedenheit fehlten freilich nicht unter dem Dache der Fiſcherhütte, aber Armuth mit ihrem böſen Gefolge von Mangel, Entbehrung, Elend und Hinfälligte war noch niemals durch die Thür des Häuschens einge⸗ drungen. Freilich, auch Reichthum und Ueberfluß nicht!

Aber was fragten denn Fiſcher⸗Anton und ſein wacke⸗

res Weib Marie nach Reichthum? Sie hatten Ge⸗ nüge an ihrer Hütte, und an der braun gefleckten Kuh im Stalle, und an den zwei Ziegen, die munter auf den nahen Hügeln umherſprangen, und an den Dutzend Hühner, die auf dem Hofe luſtig gluckten und mit den Füßen im Sande ſcharrten, oder laut riefen und gacker⸗ ten, wenn eines von ihnen ein Ei im Stalle gelegt. Dazu waren Kuh, Hühner und Ziegen noch nicht einmal der ganze Reichthum Fiſcher-Antons. Hinter dem kleinen Hauſe lag noch ein ſchöner, großer Gar⸗ ten, und hinter dem Garten eine hübſche Wieſe mit duftigen Gräſern und Kräuter, und ſeitwärts davon endlich noch ein gutes Stück Ackerland, wo Fiſcher⸗ Anton für ſich und ſeine Familie, eingeſchloſſen Kuh, Ziegen und Hühner, in ſchlechten Jahren grade genug Korn und Kartoffeln zog, und in guten Jahren noch Ueberſchuß ärndtete, den er für blankes, baares Geld allezeit verkaufen konnte. Und außerdem hatte er nicht ſeine Netze, und den Nachen, und den Vater Rhein mit ſeinem Fiſchen, die Keiner geſchickter, als er, in das Garn zu locken verſtand? Und endlich und zu⸗ wohnte er nicht in einer wunderlieblichen, herr⸗ lichen Gegend, wie ſie im ganzen deutſchen Reiche kaum ſchöner und anmuthiger zu finden ſein mochte? So zu wohnen, inmitten einer blühenden, frucht⸗ baren Landſchaft iſt an und für ſich ſchon ein Reich⸗