Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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Mitternacht war voruͤber, die Damen hatten ſich erhoben von einem ſolennen Mahle. Der Tanz ſollte mit neuem Eifer beginnen. Der Bojar, nur mit dem Gewinn und Verluſt beſchäftigt, achtete ſeiner Frau nicht. Er hatte ſeinen alten Platz ein⸗ genommen. Eufemia ſah ſich von einem Kreiſe junger Männer umgeben. Den vielen Bitten und Aufforderungen ſetzte ſie nur ſchwachen Widerſtand entgegen. Ihr bangte vor der nächſten Stunde. Die Furcht und das Entſetzen des Vergehens ſtrit⸗ ten mit ihrer ſtrafbaren Liebe. Ein treuer Warner wuͤrde ſie gerettet haben ſo nahe am Abgrunde. Ihr Auge, in Verwirrung, ſuchte umſonſt den leitenden Polarſtern, der verſchwunden war. Jede Bitte, zuruͤck zu gehen, war unmoͤglich. Sie war jetzt willenlos, dem unterthan, den ſie vor Kurzem beherrſcht hatte.

Doch dieſer neue Gebieter, den ſich ihr Herz erkoren hatte, ließ ſie nicht laͤnger in Spannung. Die Verfuͤhrung bleibt nie aus. Er kam, um ihr volle Gewißheit zu geben.

Gnaͤdige Frau! ſprach Fedor mit lauter Stimme, und die Stimme des Mannes zitterte nicht, ſeine Haltung war feſt und ſtolz, als ſage er die Wahrheit und handele nach RechtIhr Wagen iſt breit, ſo wie Sie befohlen.