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„Die Dame zum drittenmal verloren, Groß⸗ dvornik!“ ſprach verbindlich der Bankhalter, deſſen Lippen ſich ſelten oͤffneten und deſſen glaͤſerne Au⸗ gen nur aͤngſtlich beſchaͤftigt waren die Karten zu uͤberſchauen.
Der Bojar ließ ſich nicht irre machen, ein doppelter Satz ſollte das Verlorene wieder einbrin⸗
gen.—
Der begluͤckte Fedor hatte ſich ſo ſehr als moͤglich gewahrt, ſeinen Enthuſiasmus fuͤr die ſchoͤne Eufemia einer Andern mitzutheilen. Wenn auch nichts weniger als Denker, wußte er doch, daß eine Frau ſtets und allein fuͤr ſich Huldigung in Anſpruch nimmt. Eben ſo wenig hatte er ſein Vorhaben einem Freunde offenbart. Die Furcht, der Gegenſtand des Neides wie der Unterhaltung zu werden, hatte ihn abgehalten. So war es ge⸗ kommen, daß er bis jetzt der Gunſt der reizenden Frau, unbemerkt von der Welt, ſich erfreut hatte, und erſt heute, wo ihm ein ſo in die Augen fallen⸗ der Vorzug geworden, waren auch Andere als der eiferſuͤchtige Eheherr, aufmerkſam auf das neue Verhaͤltniß geworden. An dem Ziele ſeiner Wuͤn⸗ ſche war es ihm gleichguͤltig. Seine modernen Geſinnungen wußten nichts von der ritterlichen Liebe des Mittelalters.


