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ſchon beſaß. Konnte er nicht zufrieden ſein mit der Gunſt der ſtolzen Frau? Hatte ſein uͤbermuͤ⸗ thiger Sinn nicht Freude genug an den neidiſchen Blicken der Genoſſen? Wohl war er zu beneiden, denn die Frau des Bojaren war heute hinreißender denn je.
Ihr ſchoͤner Kopf blickte ſtolz hervor aus der kunſtvollen Blumenguirlande, die, um ein Netz von Edelſteinen gewunden, die glatt anliegenden Flechten des dunklen Haares nur verhuͤllte, um die in Feſſeln gehaltene Fuͤlle noch mehr zu ver⸗ rathen. Keine Wolke bedeckte die hohe Stirne. Liebeslieder lagen in ihren Augen. Um die ſchwel⸗ lenden Lippen des kleinen Mundes ſpielte jenes Verlangen, das die Kenntniß des Genuſſes vor⸗ ausſetzt. Ihr weißer Hals war nackt. Nur eine duͤnne ſchwarze Schnur wohlriechender Perlen, von Armeniern aus ſuͤß duftenden Pflanzen bereitet, von der Hand eines Prieſters geweiht und ſchuͤtzend gegen Uebel, ſchlang ſich um ihn. Ueber einen Rock von Orange⸗Atlas, der den vollen, uͤppigen Gliederbau hindurchſchimmern ließ, trug ſie eine hellblaue Robe mit weiten Aermeln und mit brei⸗ ten Spitzen garnirt. Ein enges Leibchen mit Atlas drappirt und mit dem feinſten Gewebe von Flan⸗ dern eingefaßt, umſchloß ihren Buſen. Bruſt und Schultern geziert mit blauen Schleifen. Hellſei⸗


