Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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umfaßt. Er that ſo ſicher, als wäre ſie ſchon ſein rechtmaͤßiges Eigenthum. Das Mädchen konnte ſich nicht losmachen.

Bringt Wein, Wein her! ließ ſich plotzlich die ſtolze, befehlshaberiſche Stimme des mächtigen Herrn Stefano vernehmen.Hat der alte Schuft mit ſeiner ſchlechten Geige euch wieder zu Trauer⸗ bildern gemacht? Wer iſt hier traurig, wenn ihr froh ſein ſollt? Der Herr wird kommen. Auf! rührt euch, tanzt, trinkt.

Ein neuer Reigen begann. Die in ſtetem Wechſel, bald hier⸗, bald dorthin ſich richtenden Blicke des Haushofmeiſters, waren nichts weniger als ſittſam. Seine Freigebigkeit hatte heute keine Grenzen. Nach allen Seiten hin, an Maͤnner und Weiber ließ er Wein austheilen.

Der Herr, der Herr! hieß es jetzt. Seine Erſcheinung brachte eine neue Unterbrechung her⸗ vor. Die Tanzenden trennten ſich und ſteliten ſich ehrerbietig in den Hintergrund. Der Bojar ſah viel ſchoͤner aus, als bei Tage. Das weite, rei⸗ che Gewand gab ihm ein ſtattliches Anſehen. Der helle Schein der Kerzen von Innen, die vielen Oel⸗ lampen von Außen, hoben die ſtarken Zuͤge ſeines Geſichts mehr hervor, ſo daß es als ein ſehr mar⸗ kirtes erſchien. Der lange dunkle Bart, aus dem jedes weiße Haar ſorgfaͤltig vertilgt war, gab ihm