Teil eines Werkes 
5. Theil (1839) Das Volk ohne Magen / Romane von Leopold Schefer
Entstehung
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ſo reiches Geſchenk nicht einzubüßen, oder ihren Trotz kennend; er wollte ihr mit den Kniebeln der beiden Zeigefinger den Mund aufzwingen, roh aufbohren, und ſetzte ſie ſchon in die zarten Wangen. Da hielt ich ihm die Hände, ſein Weib zog ihn zurück und fort ich ſah noch einmal dem wunderbaren, jetzt erſt mit nichts zu vergleichenden ſchönen Mädchen in die geiſterhaft ruhigen Augen, aber die Großmutter ſtieß mich fort von ihr ich ging als wenn ich ſie noch tauſendmal wiederſehen ſollte, müßte, alle Tage meines Lebens. Welche Speiſe hätte das ſein müſſen, die ich nun hätte eſſen können! Welcher Trank, den ich getrunken! Ich ſaß mit Demeter allein, der, zwiſchen jedem häufig hinuntergeſtürzten Glaſe Wein, Zornworte murmelte und mich nicht anſah. So ging ich, die letzte Nacht hier zu ruhen.

Ich konnte nicht ſchlafen. Ich hatte lange gele⸗ gen in tauſend Gedanken, ich hatte ſogar gelacht. Ich ſtand um Mitternacht auf, lehnte mich in das offene Fenſter, und ſah ohne Gefühl in die ſchweigende Nacht hinaus. O die blaſſen Sterne! O die wehenden Schleier der Wolken! und die ſäuſelnde Erde, wo doch keine Blumen, kein Blatt, ja, kein Baum in ſeiner Farbe zu ſehen