Teil eines Werkes 
5. Theil (1839) Das Volk ohne Magen / Romane von Leopold Schefer
Entstehung
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Der Hausherr erfährt überall im Hauſe zu⸗ letzt den Stand beſonderer Dinge von den Frauen, und ſo geht er in ſeiner ehrwürdigen Haltung ſogar oft lächerlich einher, wenn nicht die Furcht das Auslachen verböte, wie er ſich bezeigen wird, wenn er Alles erfährt! So war es auch hier. Demeter war nicht ohne Verdacht, daß etwas geſchehen ſei, aber die Geſchenke brachten auch jetzt ihre Wirkung hervor, wenigſtens ein erzwungenes Lächeln, ſelber von Erina's Schweſter. Erina ſelbſt war krank in dem Nebenzimmer bei der alten Großmutter. Demeter verlangte, daß ich ihr ſelbſt die ſchönen Perlen um den Hals bände. Wir mußten folgen. Ach da ſaß das zau⸗ beriſche, wie bezauberte Mädchen, den Kopf nie⸗ derhängend, und ſanftes Mondlicht begoß ſie. Ich knieete zu ihr, ich wollte ihr das Kinn auf⸗ richten; ſie ſtemmte es aber nur feſter auf die Bruſt; und indem ich doch die Schnür um ihren Nacken ſchlang, die ſich ihr über die Lippen zog, biß ſie bebend in die Perlen. Sie verwandelte ſich, ihre Augen rollten, bis ſie plötzlich ſtill ſtan⸗ den; ihre Zähnchen knirrſchten unwillkührlich bei feſtgeſchloſſenem Munde; ihre kleinen Händchen ballten ſich feſt. Der ſtrenge Demeter fiel mit Wuth auf ſie, vielleicht ſchon aus Begier, ein