Teil eines Werkes 
5. Theil (1839) Das Volk ohne Magen / Romane von Leopold Schefer
Entstehung
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hätte hier nach mir gekräht; und das konnte von ſelber an mir Fremden geſchehen. Der Fang der jungen Wölfe war heut die Hauptſache geweſen, und ich ſahe noch die Vorbereitung zur Jagd der Alten. Sie warfen junge Wölfe in die Gruben; ſie banden, ja ſie nagelten andere an Baͤume. welche die Schützen dann beſteigen, von oben die Gefeſſelten mit einem ſteingroßen Holzklum⸗ pen werfen, um ſie zum Heulen zu bringen, und das Holz an einer Schnur ſich immer wieder heraufziehen. Auf den Bäumen ſitzend, ſind ſie ſelbſt aber ſicher vor den Schüſſen, der, die herbeigeſchlichenen alten Wölfe erlegenden Hir⸗ ten. Auch zwei andere Jäger waren in dem Gewirr von allen Seiten, zum Glück leicht ver⸗ wundet, darum wunderte ich mich nicht über einen Streifſchuß an meinem Ohrläppchen. Mit Sonnenuntergang war ich aus dem großen, natürlichen Garten der unzähligen reichen Heerden nach Hauſe und fand Erina auf meinem Zimmer. Sie ſprang auf von meines Lagers Stelle, und wollte hinaus. Es war zu ſpät. Ich war überwältigt von meinen Ge⸗ fühlen. Morgen ſollte ich von ihr ſcheiden und auf immer! Nur Einen Kuß von dieſen

Lippen wer wollte mich darum ſchelten? Nur Bd. V. 16