Teil eines Werkes 
5. Theil (1839) Das Volk ohne Magen / Romane von Leopold Schefer
Entstehung
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rohr, und that dann Fragen über die Einwohner an den Gatſché. Und ſo hört' ich mit ihm die Antwort deſſelben:„Ich komme als Händler von Rauchwaaren doch weit in Anatolien umher, bis an die nördlichen Grenzen von Taurien, und wenn ich ſagen ſoll, von wo der Stamm eingewandert iſt, ſo ſpreche ich, ſie ſind vielleicht ſchon zu Ti⸗ murs Zeiten von den Guriern hierher verſchla⸗ gen.— Denn ſo ſehen ſie aus.— Sie ſind ſtark, tapfer, beſonders gegen die Wölfe, die hier nicht das Auslachen verdienen; dabei ſind ſie

ſchlau, faul, wo möglich und ſo lange als mög⸗ lich, habgierig und beſonders rachfüchtig. Ihr Frauenvolk iſt ſo ſchön, daß es eine Schande iſt, wie es hier ſo verborgen lebt und ſtirbt, und

doch ſo vornehm ausſieht, als wären alle Köni⸗ ginnen, wenn die ſo ſind, denn ich habe noch keine Königin geſehen und man ſagt nur ſo.

Aber Ihr werdet ja ſelbſt heute Abend ſehen, wie friſch ihre Farbe iſt, wie ſchwarz die Haare und Augen, denn ſie glänzen Einen nur an! Aber Alle glauben hier von Fürſten zu ſtammen und Fürſten zu ſein, ſo ſehr halten ſie, närriſch

genug, auf ihre Abkunft und ihren Stand, zum Erbarmen in groben, braunen, kameelhaarenen Kapotten. Sie haben zwar ein Paar Heilige,